
Anhand von diesen Fotos aus dem Unterrichts- / Therapiealltag wollen wir einen kleinen Eindruck über unsere Arbeit vermitteln. In der K-Förderung arbeiten:
Übergeordnetes Ziel unsere Arbeit ist es, dem Schüler eigene Möglichkeiten zu vermitteln, wie sie ihren Alltag mit großer Selbständigkeit meistern können. Im Schulalltag finden sich hierzu vielerlei Lernanlässe, bei welchen wir im Gruppen-, im Klassenunterricht oder manchmal auch in Einzelsituationen die Schüler in ihrer Entwicklung fördern.Auch um die Hilfsmittelversorgung und körperbehindertengerechte Ausstattung von Schule und Kindergarten kümmern wir uns.
Kinder, die viel sitzen müssen, neigen zu Verkürzungen der Hüftbeuger und bekommen Gelenkversteifungen. In Bauchlage sind die Hüftgelenke gestreckt. Pascal fährt sehr gerne und ausdauernd mit dem Rollbrett, außerdem kräftigt er seine Rücken- und Armmuskulatur, was ihm beim Rollstuhlfahren sehr nützlich ist. Nebenbei und mit Spaß sammelt Pascal Erfahrungen über Raumgröße, Entfernungen, Abstände, Geschwindigkeit. Beim Fahren mit seiner Klasse z.B. in der Freizeitstunde, kann er sich körperlich mindestens genauso geschickt und gleichberechtigt erleben, wie seine gehfähigen Mitschüler.
Maria ist durch ihre starke Spastik in ihrer freien Beweglichkeit eingeschränkt. Sie braucht spezielle Lagerungsunterstützung, um etwas Entspannung und damit Handlungsfreiheit für ihren Körper zu bekommen. Auf dem für sie angefertigten Rollbrett kann sie eine Taste bedienen, welche wiederum den Ventilator ein- und ausschaltet. Maria macht die Erfahrung: Ich beeinflusse meine Umwelt.
In der Kleingruppe findet z.B. der Schwimmunterricht im Schwimmbad der Schule statt. Ausgehend von Wassergewöhnung und Körperpflege, lernen die SchülerInnen sich im Wasser aufzuhalten, sich darin zu bewegen, zu spielen und mit und ohne Hilfen zu schwimmen und zu tauchen.
Die SchülerInnen nehmen in der K-Gruppe das Frühstück und das Mittagessen gemeinsam ein. Die LehrerInnen und betreuende Kräfte unterstützen und leiten die SchülerInnen nach eßtherapeutischen Grundsätzen beim Essen und Trinken an. Die Mahlzeiten kommen aus der Schulküche und werden dann jeweils noch schülergerecht zubereitet (z.B. püriert).
Die grundsätzlichen Unterrichtsbereiche in der K-Fördergruppe sind die Förderung der Bewegung, die Schulung der Wahrnehmung, der Auf- und Ausbau der Kommunikation, Versorgung und die Förderpflege. Dabei wird der individuelle Förderbedarf der SchülerInnen berücksichtigt und eingeplant.
Auch Alexej freut sich an seiner Umweltbeeinflussung. Alexej ist blind und hat wenig Kraft in seinen Armen. In der Bauchlage hat er die beste Kontrolle über seine Handmotorik. Er lauscht konzentriert, wohin die mit Perlen gefüllte Flasche gestellt wird, zielt und schubst die Flasche um. Das scheppert so schön und Alexej lacht zufrieden in sich hinein.
Raphael läuft seit einiger Zeit mit dem Posterior Walker. Dieser unterstützt seine aufrechte Körperhaltung im Stand und hemmt seine Beinspastik. Raphael kann alleine entscheiden, wohin oder zu wem er gehen möchte. Mit Musik und Rhythmus läufts sich gleich noch besser und außerdem tut die Bewegung dem Wachstum und dem Knochenbau sehr gut.
Schülerinnen und Schüler mit schweren Mehrfachbehinderungen werden an mehreren Tagen der Woche, klassenübergreifend, in der K-Fördergruppe unterrichtet (K = körperbehindert). Dieser Unterricht wird von FachlehrerInnen, FachlehrerInnen (K) und SonderschullehrerInnen geplant und gemeinsam durchgeführt. Neben Unterricht in der Großgruppe, finden auch Phasen von Unterricht mit zwei oder drei SchülerInnen statt, dabei werden dann gezielt, individuelle Lernangebote gemacht.